Die Berufsakademie oder die Duale Hochschule

Berufsakademien (kurz BA) und Duale Hochschulen (DH) sind, ähnlich wie Fachhochschulen, Einrichtungen, an denen eine praxisorientierte Ausbildung absolviert werden kann. Anders als an Fachhochschulen erwirbt man jedoch nicht immer einen akademischen Grad, sondern einen staatlichen Abschluss. Vielerorts ist es heute auch möglich international anerkannte Bachelorabschlüsse zu erwerben.

Auch die Berufsakademien wurden in den 1970er Jahren geschaffen, um der wachsenden Zahl von Schulabsolventen eine alternative Ausbildung neben Hochschulstudium und betrieblicher Lehre anbieten zu können. Berufsakademien sind Bildungsinstitute, die eine duale, das heißt betrieblich-praktische und akademisch-theoretische Ausbildung anbieten. Vor allem in Baden-Württemberg wurden die Berufsakademien in Duale Hochschulen umgeformt, obschon sich Ausbildung und Studieninhalte nicht wirklich geändert haben.

Man bezeichnet die Ausbildung an diesen Einrichtungen als duales Studium, da sowohl theoretisch im Studium, als auch praktisch in einer betrieblichen Ausbildung Wissen erworben wird. Grundsätzlich gliedert sich das Studium in Theorie- und Praxisphasen. An einigen Berufsakademien laufen Theorieunterricht und betriebliche Ausbildung auch nebeneinander.

Grundsätzlich ist an einer BA oder DH ein Studium in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Sozialwesen möglich. In der Regel bestehen zwischen regionalen Unternehmen und den Akademien langjährige Partnerschaften. Studium und Ausbildung können meist in drei bis vier Jahren abgeschlossen werden, und der doppelte Abschluss belohnt für die durchaus anstrengende Ausbildung.

Die formale Zugangsvoraussetzung ist zum einen ein Schulabschluss der zum Studium qualifiziert (abhängig von den Vorraussetzungen: Abitur, Fachabitur fachgebundenes Abitur). Zudem müssen Bewerber an den meisten Berufsakademien einen dreijährigen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorlegen. Letztendlich entscheidet über die Vergabe der Plätze, wie auch an Universitäten und Fachhochschulen, ein Auswahlverfahren.

Ein Vorteil der dualen Ausbildung liegt in den Übernahmechancen der Auszubildenden, denn eine Vielzahl von Absolventen wird später übernommen, da die Unternehmen in deren Ausbildung investieren. Die Duale Hochschule (DHBW) in Karlsruhe beispielsweise wirbt in einem Imagefilm mit diesem Argument, laut der DHBW werden ganze 90 % der Absolventen später in den ausbildenden Betrieben übernommen.

Masterabschlüsse werden an Berufsakademien bis dato kaum angeboten, auch da die institutionelle Struktur der Akademien diese Art der Ausbildung nicht vorsieht. In Kooperation mit ausländischen und deutschen Universitäten und Fachhochschulen können an einigen Akademien auch Masterabschlüsse erworben werden, was allerdings nicht die Regel ist. Ein Abschluss einer Berufsakademie qualifiziert nur in den seltensten Fällen zu einer Promotion – beispielweise wenn Absolventen einen Abschluss mit der Note „sehr gut“ erreichen.

An der Berufsakademie / Dualen Hochschule zu erwerbende Abschlüsse:

  • Bachelor (Berufsakademie / Duale Hochchule)
  • Master (ggf. in Abstimmung mit anderen Hochschulen)

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